Dortmund Open Arts

Ausstellung Tanzschule Stein Hagen

Thema: Kunst auf dem Parkett

Eine Bildreihe über Emotionen

In meinen Bildern geht es um den jeweiligen Ausdruck der Figuren. Im Vordergrund steht nicht das reine Abbilden, sondern es geht um die Emotionalität, die im Alltag häufig verdrängt wird, weil der Mensch durch seine Arbeit und viele Verpflichtungen sich selbst häufig nicht mehr wahrnimmt und spürt.


 

Das erste Bild "In Gedanken", zeigt eine Frau, die ganz versunken ist und sich nur mit ihrer Innenwelt beschäftigt ist. Sie umgibt ein nicht definierter Raum, der im Hintergrund bedrohlich wirkt, da die Farben Rot und Schwarz sowie Grautöne dominieren. Zum Vordergrund hin hellt sich der Raum jedoch auf - ein Zeichen für Hoffnung und Veränderung.

 

 

 

 

In dem Gemälde Innere Betrachtung wird auch wieder eine Frau in Szene gesetzt, die sich selbst anblickt, und zwar in Form eines Spiegelbildes im Wasser eines alten Brunnens. Das Spiegelbild zeigt jedoch ein Gesicht, das ihr ähnelt, aber es ist nicht genau ihr Gesicht. Hier geht es darum, dass der Mensch sich manchmal nicht erkennt, obwohl er sich selbst sucht. Er blickt immer auch in sein Inneres während er versucht sich objektiv zu betrachten. Es ist die Suche nach Identität nach Individualität nach Erkenntnis.

 

 

 

Im nächsten Bild „Verführung“ geht es um die Sexualität, um Verführung um Bindungen, Loslösung, Suche nach sich selbst und dem anderen. Das ewige Spiel der Liebe. Es dominieren Rot- Töne. Das Bild zeigt eine Mischtechnik mit Acrylfarbe und Kohlezeichnungen.  

 

Bei dem Bild "Intime Begegnung" geht es um die Entrücktheit, die ein Paar erleben kann. Ein Paar, das völlig versunken ist und ganz für sich eine eigene Wirklichkeit erfährt, dass sich hingibt, aber dabei zeigt wie verletzlich beide in ihrer "Intimen Begegnung auch sind". Sie wenden sich ab voneinander und dennoch sind sie miteinander verbunden. Jeder erlebt diesen Moment, auch den der Verbundenheit für sich selbst. Hier steht ein Paar im Vordergrund, zwei Menschen und ihre Begegnung und nicht der Akt als solches.

 

Die "Tänzerin in blauem Kleid" zeigt eine Frau, die sich ihrer Leidenschaft, der des Tanzes voll und ganz hingibt. Sie ist so versunken, dass sie sich fühlt wie auf Wolken, was durch den Hintergrund der keine Grenze zwischen Himmel und Erde zeigt dargestellt ist. Hier geht es um die "Leichtigkeit des Seins". Der Mensch ist ganz bei sich, wenn er seine Gefühle ausleben kann. Die Augen der Tänzerin sind deshalb auch geschlossen.

 

Hingabe und Leidenschaft erfährt auch der Betrachter der Flamencotänzerin, die sich auch nur auf den Tanz, die Musik und sich selbst konzentriert. Bei den Bildern steht der Tanz immer für Freiheit, Zurückgezogensein und einen selbst erwählten Raum, den sich die Tänzer suchen, um sich vor der anderen Welt zurückziehen zu können und um nur ganz bei sich zu sein. Die andere Welt (Außenwelt= der Betrachter) darf aber teilhaben, beobachten und mitempfinden...

 

Die Seiltänzerin geht Schritt für Schritt auf ihrem Seil entlang. Sie lässt die Dunkelheit hinter sich und geht dem Licht entgegen. Sie flieht vor der Bedrohung des Alltags, der schrecklichen Nachrichten aus aller Welt - abgehoben auf einem Seil, umgeben von Wolken und Licht geht sie behutsam aber sicher einer guten Zukunft entgegen. Sie bleibt nicht stehen, sondern sie bewegt sich mit ihrer Kraft voran und leistet ihren Beitrag - so viel wie sie sich zutraut. Sie hat die Augen geöffnet und beobachtet sich selbst, ihre Schritte, denn sie weiß, dass nur sie sich schützen kann, indem sie ihre Füße richtig setzt, ihren Weg in die richtige Richtung geht. Immer voran - dem Licht entgegen.

Es gibt dann noch zwei Bilder, die das Mädchen mit dem Perlohrring von Vermeer und die Delphsche Sibylle von Michelangelo zeigen. Zwei Frauen, die für eine andere Zeit stehen. Diese Bilder drücken nur meine Verehrung für die alten Meister aus.

Das Landschaftsbild "Wolken am Meer" ist losgelöst von der anderen Reihe. Am Meer entwickeln sich häufig meine Gedanken, die später zu Bildern werden. Es ist für mich der Ort, an dem ich mir selbst ganz nach bin.